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Verkauf der Lebensversicherung

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Wieso bekomme Ich mehr Geld beim Verkauf als von der Versicherungsgesellschaft?
Was passiert, wenn die versicherte Person stirbt?
Was passiert nach dem Verkauf mit meiner Lebensversicherung?
Warum sollte ich meine Lebensversicherung verkaufen, statt sie zu stornieren?
Muss ich auf den Kaufpreis Steuern zahlen?
Wie lange dauert es bis ich mein Geld erhalte?
Warum prüft man meine Unterschrift so genau (Personalausweiskopie etc.)?
Wie berechnet der Käufer den Kaufpreis und warum gibt es Unterschiede?
Kann ich meinen Kaufpreis auch per Scheck erhalten?
Warum ist eine zusätzliche Zusendung des Kontoauszuges über die gezahlten Versicherungsbeiträge nötig, auch wenn die Versicherung die laufende Prämienzahlung bestätigt?
Wann soll ich die Beitragseinzugsermächtigung widerrufen und wann soll ich den eingezogenen Beitrag von der Bank zurückverlangen?
Warum wird keine Direktversicherungen bzw. ehemaligen Direktversicherungen gekauft?
Warum werden keine Lebens- oder Rentenversicherung gekauft, die noch mehr als 15 Jahre bis zum Ablauftermin vor sich haben?
Gibt es Unterschiede bei der Verkaufsabwicklung zwischen Kapitallebens- und Rentenversicherungen?
Warum muss beim Verkauf einer Rentenversicherung eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden und wer bezahlt sie?

   

1.
Wieso bekomme Ich mehr Geld beim Verkauf als von der Versicherungsgesellschaft?
Bei vorzeitiger Kündigung der Lebensversicherung zieht Ihnen die Versicherungsgesellschaft eine Stornogebühr vom bereits erwirtschafteten Guthaben Ihrer Lebensversicherung ab. Der Restbetrag ist der sogenannte Rückkaufswert, den die Versicherungsgesellschaft im Stornofall anbietet.

Bei Verträgen, die vor Ablauf von 12 Jahren storniert werden, wird außerdem noch die Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 26,375 Prozent abgezogen. Somit bekommen Sie oft weniger heraus, als Sie an Beiträgen bereits eingezahlt hatten.

Beim Verkauf der Lebensversicherung wird keine Stornogebühr fällig, weil Ihre Lebensversicherung nicht gekündigt wird. Außerdem beteiligt man Sie an den zukünftig zu erwartenden Überschüssen. Sie müssen in der Regel auch keine Kapitalertragsteuer zahlen, weil die Steuerpflicht auf den Käufer übergeht.

Somit kann der Käufer Ihnen ein deutlich besseres Angebot für Ihre Lebensversicherung machen als das Versicherungsunternehmen.

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2.
Was passiert, wenn die versicherte Person stirbt?
Für den Fall, dass Ihr Vertrag einen Todesfallschutz vorsieht, bleibt Ihnen dieser beim Verkauf grundsätzlich in verminderter Form erhalten. Beim Tod der versicherten Person erhalten die Erben von vom Käfer in der Regel eine nachträgliche Kaufpreiserhöhung.

Die Versicherungsgesellschaft zahlt die Todesfallsumme an den Käufer aus. Hiervon zieht der Käufer alle bis dahin angefallenen Kosten (Kaufpreis, bis dahin bezahlte Prämien und eine angemessene Verzinsung) ab.

Der verbleibende Betrag wird den Erben ausgezahlt.

3.
Was passiert nach dem Verkauf mit meiner Lebensversicherung?
Der Käufer kauft Lebensversicherungen vor allem für den Handelsbestand, aber auch im Auftrag institutioneller Investoren. Der Käufer zahlt die Prämien weiter und vereinnahmt zum Vertragsende die Ablaufleistung. Da der Vertrag in der Regel weitergeführt wird, kann Ihnen Der Käufer grundsätzlich auch einen Todesfallschutz erhalten.
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4.
Warum sollte ich meine Lebensversicherung verkaufen, statt sie zu stornieren?
Eine Lebensversicherung läuft in Deutschland durchschnittlich 27 Jahre. In dieser Zeit kann Unvorhergesehenes passieren. Manchmal ist es zwingend erforderlich oder sinnvoll, sich von seiner Lebensversicherung zu trennen:

Sie möchten Ihre Schulden tilgen
Sie brauchen Kapital für einen Geschäftsaufbau
Sie möchten Ihre Hypothek vorzeitig ablösen
Sie werden arbeitslos
Sie gehen in den vorzeitigen Ruhestand
Sie benötigen Geld im Falle einer Scheidung
Sie werden krank
Sie sind mit der Rendite Ihrer Lebensversicherung nicht zufrieden
Sie haben andere, unvorhergesehene Ausgaben
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5.
Muss ich auf den Kaufpreis Steuern zahlen?
Nein. Auch nicht bei Verträgen, die noch keine 12 Jahre laufen. Bei Kündigung der Lebensversicherung vor Ablauf von 12 Jahren würde Kapitalertragsteuer fällig werden. Beim Verkauf müssen Sie diese Steuer nicht zahlen, da sie in der Regel auf den Käufer übergeht.
6.
Wie lange dauert es bis ich mein Geld erhalte?
Von der Anfrage bis zur Auszahlung vergehen normalerweise 6 bis 12 Wochen – dies ist abhängig von der Servicequalität Ihrer Versicherungsgesellschaft.
7.
Warum prüft man meine Unterschrift so genau (Personalausweiskopie etc.)?
Um sicherzustellen, dass wirklich Sie, der Versicherungsnehmer, unterschrieben haben, prüft der Käufer vor allem in Ihrem Interesse. Denn nur so kann man ausschließen, dass kein nicht-berechtigter Dritter, der Ihre Police ohne Ihr Einverständnis in Händen hat, sie verkaufen kann.
8.
Wie berechnet der Käufer den Kaufpreis und warum gibt es Unterschiede?
Bei der Berechnung des Kaufpreises sind folgende Punkte entscheidend:

Gesellschaft
Tarif
Zusatzversicherungen
Versicherungsbeiträge
Restlaufzeit
Rückkaufswert
Ablaufleistung

Diese Faktoren variieren von Vertrag zu Vertrag und ergeben deshalb unterschiedliche Kaufpreisangebote.

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9.
Kann ich meinen Kaufpreis auch per Scheck erhalten?
Nein. Der Käufer überweist jedoch den Kaufpreis auf jedes weltweit geführte Konto. Bitte beachten Sie, dass bei einer Überweisung ins Ausland Gebühren anfallen können, die vom Überweisungsbetrag abgezogen werden.
10.
Warum ist eine zusätzliche Zusendung des Kontoauszuges über die gezahlten Versicherungsbeiträge nötig, auch wenn die Versicherung die laufende Prämienzahlung bestätigt?
Da aus der Bestätigung der Versicherung weder der Name des Beitragszahlers noch die Höhe des gezahlten Beitrages hervorgehen, bedarf es der Zusendung eines Kontoauszuges.
11.
Wann soll ich die Beitragseinzugsermächtigung widerrufen und wann soll ich den eingezogenen Beitrag von der Bank zurückverlangen?
Sobald Sie die Information erhalten, dass der Käufer die Abtretung angezeigt hat, widerrufen Sie bitte Ihre Einzugsermächtigung. Sollten, nachdem Sie den Kaufpreis erhalten haben, noch weitere Beiträge von Ihrem Konto abgebucht werden, bitten wir Sie, diese möglicherweise danach noch abgebuchten Beträge mittels Rücklastschrift zurück zu holen.
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12.
Warum wird keine Direktversicherungen bzw. ehemaligen Direktversicherungen gekauft?
Es werden keine bestehenden oder ehemaligen Direktversicherungen gekauft, da diese nach gesetzlichen Vorschriften (Betriebsrentengesetz) grundsätzlich nicht verkauft oder abgetreten werden können.
13.
Warum werden keine Lebens- oder Rentenversicherung gekauft, die noch mehr als 15 Jahre bis zum Ablauftermin vor sich haben?
Man prüft bei der Berechnung, wie wahrscheinlich das Versicherungsunternehmen seine Prognosen zur Ablaufleistung halten kann. Je länger die Zeit bis zum Ablauf des Vertrages, desto unsicherer die Berechnung.
14.
Gibt es Unterschiede bei der Verkaufsabwicklung zwischen Kapitallebens- und Rentenversicherungen?
Ja. Bei der Rentenversicherung muss zusätzlich eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden.
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15.
Warum muss beim Verkauf einer Rentenversicherung eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden und wer bezahlt sie?
Bei der Rentenversicherung erfolgt im Todesfall lediglich die Rückerstattung der Beiträge. Deshalb muss eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden, um den Finanzierungsaufwand (Kaufpreis, Prämie, Verzinsung) vom Käufer zu decken. Beitragszahler und Versicherungsnehmer dieser Risikolebensversicherung ist der Käufer.

   

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